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St. Margarethen 2009

Atelierwoche 20 – 24 April 2009
Rust/St. Margarethen

Am Montag, 20.04.2009 fuhren die 6B und 6D Klassen auf die jährlich stattfindende Atelierwoche.
Dieses Jahr ging es nach Rust am Neusiedlersee.
Der Schwerpunkt in dieser Woche war Bildhauerei daher war unser Arbeitsplatz der Steinbruch in St. Magarethen.
Wir fuhren um 8:30 am Montag von der Schule weg und kamen um 11Uhr im Storchencamp/Rust an.
Zuerst teilten wir die Zimmer ein danach bezogen wir sie.
Um 12Uhr gab es dass erste Mittagessen.
Schnitzel mit Pommes, mmmhhhh...!

Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg um den Steinbruch zu besichtigen.
Wir nahmen an einer interessanten Führung teil. Anschließend wanderten wir über die Hügellandschaft Burgenlands zurück nach Rust.
Dort nahmen wir an einer weiteren Führung teil.
Wir besichtigten unter anderem die evangelische und katholische Kirche. Auch die Weinakademie Rusts sahen wir uns an.
Nach dem Abendessen stellte sich uns ein ungarischer Bildhauer (Sandor Csok) vor, der uns die restliche Woche begleitete. Er stellte uns seine Werke anhand einer Präsentation vor.
10 Uhr Bettruhe!!!!!

Am Dienstag Vormittag wurden wir durch lautes Klopfen und schrillen guten Morgenrufe von Herr Professor Baumung auf eher unangenehme Weise um viertel nach 7 geweckt. Danach ging es gleich zum Frühstück und zum Lunchpaket bereiten.
Um 9 fuhren wir dann mit dem Taxibus zum Steinbruch, wo wir in 2 Gruppen eingeteilt wurden.
Eine Gruppe versuchte sich mit dem Steine klopfen und für die andere ging es zum Skulpturenpark.
Für manche war der Aufstieg zum Gipfel des Kunstberges, ein großes Abenteuer, zB: für Ricarda Bieber, die mit ihrem gebrochenen Fuß und Gips trotz Schmerzen und kleiner „AUA- Rufe“, oben mit gut gelaunter Stimmung ankam und dann die tolle Aussicht genießen konnte.
Auch den anderen Kollegen hat es sehr gefallen, nur die kleinen Umwege, die uns Herr Professor Eustacchio bereitet hat, gaben uns dann schlussendlich doch noch den Rest ;).
Im Steinbruch wieder angekommen, haben wir erschöpft unsere verdiente Pause in Anspruch genommen. Faul lagen wir 1,5 Stunden in der Wiese und haben gejausnet. Dann ging es los für die zweite Runde.

Nach der Mittagspause begab sich die „Gruppe Baumung“ in den Skulpturenpark, während wir unsere Steine bekamen. Einige wussten bereits was sie aus den Steinen machen wollten, während Andere noch überlegten oder auf „gut Glück“ losarbeiteten. Manche hatten Steine die
leicht zu bearbeiten waren, bei Anderen ging es kaum weiter.
Um halb 6 machten wir uns auf den Heimweg um rechtzeitig zum Abendessen zu kommen.
Nach einer Portion Reisfleisch gingen wir auf unsere Zimmer.
Um 8 Uhr trafen wir uns im Versammlungsraum. Wir sahen uns einen Film über den schottischen Künstler Andy Goldsworthy an. Er versucht aus den natürlichen Ressourcen eines Gebietes vergängliche Kunstobjekte zu schaffen. Danach gingen wir auf unsere Zimmer.

Gleich nach dem Frühstück ging es am Mittwoch zu Fuß in die kleine Stadt Rust. Wir bekamen die Anweisung, Gebäude mit Kalksteinelementen mit Aquarellstiften abzuzeichnen.
Nach zwei Stunden, die wir in Kleingrüppchen in der Stadt verbrachten, haben wir uns am Hauptplatz getroffen und besichtigten zusammen die Fischerkirche.
Diese ist Weltkulturerbe, da sie im Originalzustand gelassen wurde. Im Laufe der Jahrhunderte nach ihrem Erbau im Frühmittelalter kamen für die jeweiligen Epochen typische Elemente hinzu. Gotische Fresken, Pflastersteine und zwei bemalte Glasfenster machen diese Kirche sehenswert. Nachdem wir noch einige Zeit in der Stadt verbrachten, brachen wir ins Storchencamp auf, um zu Mittag zu essen.

Nach dem Mittagessen, so gegen zwei, fuhren wir mit dem Rad, den langen Weg, zum Römersteinbruch und begangen dann unsere Steine weiter zu bearbeiten. Dazwischen gab es immer wieder kleine Pausen um etwas zu trinken, um die schreckliche Hitze etwas erträglicher zu machen. Bei ein paar war die Skulptur nun fast fertig. Am Nachmittag, so gegen fünf begangen wir die Aufräumarbeiten der Steinreste des heutigen Tages und machten uns langsam, mit den Rädern auf den Weg zurück ins Storchencamp. Um sechs Uhr gab es dann essen, nach dem die Räder nochmals mühselig von dem einen Parkplatz auf den anderen geschoben wurden, damit sie dort abgeholt werden konnten. Nun waren alle erschöpft und gesättigt vom schmackhaften Essen. Da die Abendbesprechung heute ausfiel, gingen alle ihren eigenen Weg, manche gingen sogar schwimmen! Brrr!

Während die eine Gruppe mit Zeichnen beschäftigt war, arbeitete die Gruppe Baumung, trotz des schlechten Wetters und besonders kalten Windes am Donnerstagvormittag, fleißig an den Steinen weiter. In vielen dicken Pullis und Jacken eingepackt, hämmerten, raspelten und feilten wir stundenlang an unseren Steinen um sie rechtzeitig fertig zu stellen.
Das gelang glücklicherweise allen, sogar vor dem Ende unserer Arbeitszeit im Steinbruch und so konnten sich alle noch ein wenig erholen bevor es auch für uns zum Zeichnen ging.

Heute Nachmittag gingen wir zusammen mit Herrn Professor Baumung, nachdem wir mehr oder weniger mit unseren Steinskulpturen fertig waren, in das Gelände des Römer Steinbruchs und zeichneten dort die abgeschlagenen Felswände ab. Zuerst mussten wir mit Rötel- und Bleistift arbeiten, dann nur noch mit Bleistift. Mit Bleistift mussten wir alle Kanten, Spalten und Risse in den Felswänden genau auf Papier bringen.
Am Abend dann, so gegen halb 7 starteten wir eine zweistündige Bootstour.
Es wurde an Board gegrillt und jeder hat noch mal so richtig reingehauen und sich vollgegessen. Nach dem Essen, das mehr oder weniger im Schilf mitten im Neusiedlersee statt fand, da das Boot dort während des Essens seinen Anker auswarf, fuhren wir noch etwa eine Stunde eine Runde am flachen Neusiedlersee. Dann gingen wir heim schlafen.

Am Freitag war der Tag der Abreise gekommen. Nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer und fuhren zum Steinbruch, um unsere Skulpturen in den Bus zu laden.
Danach ging die Fahrt weiter nach Graz, wo wir um 12.15 ankamen.