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Stift St. Lambrecht 2006

Atelierwoche Benediktinerstift St. Lambrecht 24-28 April

Nachdem alle Mal- und Zeichenutensilien in den Autos verstaut waren ging es für die SchülerInnen des Bildnerischen Zweiges der 6A und 6B Klasse, um ca. 8 Uhr vom Messeparkplatz aus los. Eineinhalb Stunden später, nach einer angenehmen Fahrt, erreichten wir das Holzmuseum in Murau und nahmen an einer Führung durch das Gebäude teil. Die SchülerInnen erfuhren interessante Details zum Thema Regenwald und konnten anhand vieler Schaustücke und einer Vielzahl von Tropischen Hölzern und deren Beschaffenheit dazulernen. Wir sahen viele alte Holzwerkstücke aus früherer Zeit und erfuhren wie die Menschen damals lebten und mit den Holzmaschinen arbeiteten. Für die SchülerInnen war es eine ganz neue Erfahrung zu sehen wie umständlich und unbequem damals gelebt wurde und dem einen oder anderem entlockte der Besuch im Museum ein Staunen. Danach fuhren wir in den Stift, wo wir von Pater Gerwig Willkommen geheißen wurden und bezogen unsere Zimmer. An den ersten beiden Tagen nahm sich Pater Gerwig für uns Zeit und führte uns durch den Stift. Dieses Gebäude hat eine unglaublich Interessante Geschichte und seine Romanisch-Barocke Architektur raubte uns fast den Atem. Schon während der Führung mussten sich die Schüler genau umsehen, um interessante Details für die Architekturskizzen zu entdecken. Nach einem guten Abendessen trafen wir uns alle gemeinsam, um die Werkstätte einzurichten, welche uns zur Verfügung gestellt wurde und besprachen noch die weitern Punkte für den nächsten Tag. Dieses Ritual hielten wir im Übrigen auch die nächsten Tage ein. Ausgeruht und frisch gingen wir am nächsten Tag an die Arbeit und begannen sofort mit den Bleistiftübungen um ein gutes Gefühl für Die Strichführung zu erlangen. Als sich alle gut vorbereitet fühlten, konnte sich jeder ein nettes Plätzchen im Gelände suchen und sich von dieser berauschenden Umgebung inspirieren lassen. Fabelhafte Zeichnungen waren das Ergebnis und alle waren stolz auf das Geleistete. Die Skizzen dienten in weiterer Folge als Vorlagen für die Drucke, welche die Schüler an den kommenden zwei Tagen ausarbeiteten. Sie konnten zwischen Holzdruck, Kaltnadelradierung und Siebdruck wählen, wobei zwei dieser Techniken auf jeden Fall zu fertigen waren. Unglaublich intensive Arbeitstage folgten bis oft spät in die Nacht und die Druckerpressen rauchten nur so aus allen Fugen. Am vorletzten Abend zeigte der Abt des Stiftes, wie Ikonen gefertigt werden und erzählte einiges über sich und das Leben im Stift. Das war ein spannender Einblick hinter die Gemäuer des Stiftes und regte unser Fantasie an. Kaum waren die letzten Drucke trocken, war die Woche auch schon wieder vorbei und wir mussten unsere Koffer für die Heimreise packen.

Abschließend ist zu sagen, dass dies eine unvergessliche Woche sowohl für die SchülerInnen als auch für mich war.

Die Ergebnisse lassen keine Zweifel offen, dieser Einsatz hat sich wirklich gelohnt und es entstanden kleine Meisterwerke.

DI Eva Brucker