A- A A+

Leopold und Essl 06

Am Donnerstag, dem 22. Dezember, fuhren wir, die 8.c und 8.d, nach Wien um einerseits in der Sammlung Leopold expressionistische, impressionistische und Werke des Jugendstils, welche teilweise zu den bekanntesten Gemälden auf der ganzen Welt zählen, zu betrachten. Andererseits um in der Sammlung Essl in eine Welt der modernen Skulpturen einzutauchen, welche sowohl provokativ als auch beeidruckend war.

Sammlung Leopold
Kern der Sammlung Leopold ist die österreichische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, darunter die berühmtesten Hauptwerke von Egon Schiele, wie zum Beispiel „Selbstportrait mit Judenkirschen“ oder „Mutter mit zwei Kindern II“, und Gustav Klimt, wie z.B. „Tod und Leben“. Aber auch andere Künstler wie Richard Gerstl, Kolo Moser, Oskar Kokoschka und viele andere werden in dieser Sammlung ausgestellt. Hier wird der Wandel vom Jugendstil zum Expressionismus Schritt für Schritt nachvollziehbar.

Bekannt ist Rudolf Leopold für sein Gespür den Wert einer Kunst zu erkennen, welches er auch bei Gustav Klimt und Egon Schiele unter Beweis stellte, da diese noch im 20. Jahrhundert in Österreich sehr verpönte Künstler waren.
Die Führung durch die Sammlung war sehr umfangreich und uns wurden viele Gemälde sehr ausführlich erklärt. Sogar in unseren Informatikern wurde ein teilweise großes Interesse für die Kunst geweckt.

Sammlung Essl
Die Sammlung internationaler zeitgenössischer Kunst von Agnes und Karlheinz Essl bietet mit ihren 5.500 Werken einen einzigartigen Blick auf die Kunst des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Moderne Künstler wie Arnulf Rainer, Maria Lassnig, Hermann Nitsch und viele andere sind in dieser Sammlung vertreten.

Das neue, nahe dem Schömer-Haus gelegene, 95 m lange Ausstellungshaus ist ein funktional und gestalterisch hochwertiges Gebäude, das den Anspruch der Sammlung und den Geist der Sammler widerspiegelt, und zählt zu den bedeutenden Museumsbauten des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Gerade für die Skulpturenausstellung war das Gebäude, das Heinz Tesar entworfen hatte, sehr beeindruckend, da die Raumaufteilung sehr übersichtlich und nicht überladen wirkte. Durch unsere gute Führung wurden uns diese Werke näher gebracht und gut erklärt.

Am besten haben uns die aufgespaltete Männergruppe „Sechs stehende Männer mit schwarzen Hosen und weißen Hemden“ von Stephan Balkenhol gefallen, da die Figuren vom Aussehen identisch waren und sich nur in der Größe und Handhaltung unterschieden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass sie sich alle nicht ansehen. Dies spiegelt in unseren Augen die Ignoranz und Intoleranz unserer heutigen Gesellschaft wider.


 

Julia Kemmer und Lisa Fras, 8.d